Château Le Thil Comte Clary

Chateau Le Thil Comte Clary

 

Chateau Le Thil Comte Clary

 

Die Geschichte von Le Thil Comte Clary

 

So verwegen der Name dieses aktuell noch 11,6 ha Rebland umfassenden Weinguts, dessen Wurzeln in das Jahr 1737 zurückreichen, anmutet, so kompiziert ist seine Geschichte. Bis spät in die 50er Jahre des letzten Jahrhunderts waren die Weine von hier als "Chateau Le Desert" bekannt. Nachdem das Weingut zu Beginn der 70er Jahre an einen Zweig der Familie de Laitre, die zuvor keine besonderen Erfahrungen mit Reben hatte, vererbt wurde, verpachteten die neuen Eigentümer die Weinberge an die Familie Perrin und deren Chateau Carbonnieux. Als die Perrin's nach dem Auslaufen des Pachtvertrags die Weinberge in 2002 kauften, bestand Chateau Le Thil aus einem Chateau, einem 8ha grossen Park und 20ha unbepflanzten Reblands.

 

Um Namensklarheit zu schaffen (es gab ein gleichnamiges Weingut in den Côtes de Bordeaux), änderte Jean de Laitre 2002 den Namen von "Le Thil" in "Le Thil Comte Clary". Jeanne Clary (1853-1922), deren Onkel als Bürgermeister von Bordeaux und Präsident der Handelkammer der alleinige Unterzeichner der Klassifikation von 1855 war, hatte mit ihrem aussergewöhnlichen ästhetischen Empfinden die Renovierung des Chateaus maßgeblich bestimmt.

 

Im gleichen Jahr wurden die bisher unbepflanzten Parzellen, deren überwiegender Anteil aus Lehm-Kalkböden besteht, neu bestockt. Die Ausrichtung der Weinberge ist nach Süden hin, und die Beschaffenheit der Böden erklärt den ungewöhnlich hohen Anteil an Merlot von aktuell 70% (der Rest ist Cabernet-Sauvigon auf Kiesböden).

 

Im Sommer 2012 kauften die Cathiards, die Chateau Smith Haut Lafitte zu einem Fixstern in Pessac-Leognan gemacht haben, Chateau Le Thil Comte Clary und konnten somit den Weinberg historisch wieder vereinigen.

 

Chateau Le Thil Comte Clary

Le Thil Comte Clary rot

 

Da die neuen Eigentümer sich entschieden, die Parzellen mit weissem Bestand zu roden, gibt es aktuell nur einen roten Le Thil Comte Clary.

 

Ähnlich, wie es jüngst mit Chateau Le Pape (gekauft von Chateau Haut-Bailly) geschehen ist, dürfte die Aquisition der Cathiards darauf hinweisen, dass einem namhaften und geschichtsträchtigen Weingut ein kleineres in der Art eines "Cru Bourgeois" als Satellit zugeordnet wird (etwas, was es mit Chateau Capbern und Calon-Segur in Saint-Estephe schon sehr lange gibt), um über einen Wissenstransfer einem jüngeren und möglicherweise weniger kaufkräftigen Publikum den Einstieg in das eigene Weinuniversum zu erleichtern.


 



Zu den Weinen von Le Thil Comte Clary:

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