Weinbeschreibung
Schon die Nase erhebt ihn über alle Weine, die in der Gunst so manches Verkosters schön reüssieren. Er stellt die Referenz der rechten Seite ausserhalb Saint-Emilion und Pomerol dar, und tut dies nicht durch das Zurschautragen muskulärer Potenz, sondern durch sein überbordendes Maß an aromatischer Vielschichtigkeit und Distinktion. Läßt man den konzentrierten Rebensaft gewähren, indem man ihn nicht zur Eile nötigt, dann verwandelt er den Luftraum über dem kreisenden Glas in eine Wunderoase exotischer Duftwürze. Da riecht es nach Lebkuchen wie in der schönsten Adventszeit, exotische Edelholznuancen gesellen sich hinzu, zu feinem Extrakt gestampfte Gewürze entsenden ihre distinkt-pointierte Würze hinzu, der reiche Duft eines liebevoll melangierten Fruchtkorbs voller reifer Beeren ist das aromatische Fundament des Ganzen. In grazil-elegantem Fluss, mit hoher expressiver innerer Spannung, nässt der Wein den Gaumen mit einer Omnipräsenz, die den Verkoster für die nächsten Minuten nicht mehr losläßt.
Der süße Extrakt, der seine Feinheit bis in die tiefsten Schichten der sehr komplexen Struktur trägt, wird dabei kongenial von der sehr reichen Frucht und den eminent feinen und eleganten Tanninen in wohlbalancierte Szene gesetzt. Trotz aller aromatischer Weitläufigkeit ist der Wein sehr präzise definiert und weiß in der Mitte einen von großer Finesse getragenen konzentrierten Druck zu entfalten. Das Finale ist ein Traum, der über viele Minuten anhält.
Man muss sich jedoch ganz auf diesen Wein einlassen, er ist nichts für Schnellverkoster. Dieser Wein, der seinen Preis hat, ist eine meiner eindringlichsten Empfehlungen in diesem Jahr! Trinkreife: 2014 bis 2030 Alkoholgehalt: gegen 15%
Matthias Hilse: 95-97 Punkte
Weitere Verkostungsnotizen
René Gabriel:17/20 Punkte
17-17,5 Punkte
"Tasted at Tertre-Roteboeuf. Ripe brambly black fruit on the nose, very well defined with crushed stone, a touch of blackberry, briary and a hint of black olive. The palate is medium-bodied with very fine, tensile tannins, a tangible sense of tension in this Roc de Combes, an almost saline note towards the finish that is very well defined, showing just a little hardness at the moment, though that will soften by the time of bottling. Tasted March 2010."
91-93 Punkte Quelle: Wine Journal, www.eRobertParker.com
