Hier die Liste mit den von mir am Besten verkosteten Weinen:
Wein MH
Leoville las Cases 96-98+
Pontet Canet 96-98+
Ausone 96-98
Cos d’Estournel 96-98
Haut Bailly 96-98
Latour 96-98
Vieux Chateau Certan 96-98
Beausejour Duffau Lagarosse 95-98
Margaux 95-97+
Dome 95-97
Palmer 95-97
Smith Haut Lafitte Rot 95-97
Pichon Baron 95-96+
Figeac 94-97
Leoville Poyferre 94-97
Conseillante 94-96+
Belair-Monange 94-96
Calon Segur 94-96
Clos Fourtet 94-96
Ducru Beaucaillou 94-96
Lafite 94-96
Mouton 94-96
Pichon Comtesse 94-96
Vieux Chateau Mazerat 94-96
Clinet 94-95+
Asteries 94-95
Branon 94-95
Clos Saint Martin 94-95
Carre 93-95
Domaine de Chevalier weiß 93-95
Leoville Barton 93-95
Malescot Saint Exupery 93-95
Montrose 93-95
Pape-Clement 93-95
Rauzan Segla 93-95
Saint Pierre 93-95
Troplong Mondot 93-95
Trotanoy 93-95
Trotte Vieille 93-95
Clos du Marquis 93-94+
Certan de May 93-94
Clos du Jaugueyron 92-95
Gruaud-Larose 92-94+
Talbot 92-94+
Arrosee 92-94
Batailley 92-94
Branaire Ducru 92-94
Chapelle d’Ausone 92-94
Clerc Milon 92-94
Clos Dubreuil 92-94
Dominique 92-94
Fleur Cardinale 92-94
Fleur Petrus 92-94
Gaffeliere 92-94
Gazin 92-94
Grand Puy Lacoste 92-94
Haut Bergey rot 92-94
Hosanna 92-94
Issan 92-94
Latour a Pomerol 92-94
Lynch Bages 92-94
Malartic Lagraviere Rot 92-94
Pierre de Lune 92-94
Tour Figeac 92-94
Rauzan Gassies 92-93+
Petit Lion 92-93
Croix de Beaucaillou 91-94
Duhart Milon 91-94
Lagune 91-94
Beychevelle 91-93+
Croix de Labrie 91-93+
Alter Ego 91-93
Barde Haut 91-93
Canon de Gaffeliere 91-93
Cantenac Brown 91-93
Clos du Jaugueyron 91-93
Domaine de Chevalier Rot 91-93
Forts de Latour 91-93
Godeau 91-93
Lafon Rochet 91-93
Lagrange 91-93
Louviere rot 91-93
Magdelaine 91-93
Mille Roses Margaux 91-93
Pagodes de Cos 91-93
Pavillon Rouge 91-93
Pedesclaux 91-93
Pointe 91-93
Poujeaux 91-93
Prieure Lichine 91-93
Sanctus 91-93
Sociando Mallet 91-93
Tour Carnet 91-93
Ormes de Pez 91-92+
Phelan Segur 91-92+
Potensac 91-92+
Branas Grand Poujeaux 91-92
Ferriere 91-92
Fleur Morange Mathilde 91-92
Grand Corbin Manuel 91-92
Senejac 91-92
Teyssier 91-92
Cantemerle 90-93
Clos des Princes 90-93
Clos la Magdelaine 90-93
Dame de Montrose 90-93
Grave 90-93
Lanessan 90-93
Luchey Halde 90-93
Beausejour Becot 90-92+
Capbern Gasqueton 90-92+
Pez 90-92+
Agassac 90-92
Angludet 90-92
Beauregard 90-92
Belle Vue 90-92
Bernadotte 90-92
Bon Pasteur 90-92
Bourgneuf 90-92
Brane Cantenac 90-92
Cambon la Pelouse 90-92
Carruades 90-92
Chasse Spleen 90-92
Clos Manou 90-92
Cote Montpezat Compostelle 90-92
Domaine de L’A 90-92
Fieuzal rot 90-92
Haut Bages Liberal 90-92
Larcis Ducasse 90-92
Latour Martillac rot 90-92
Marquis d’Alesme Becker 90-92
Maucaillou 90-92
Mauriane 90-92
Meyney 90-92
Mille Roses 90-92
Monbrison 90-92
Seguin 90-92
Tertre 90-92
Veille Cure 90-92
Charmail 90-91
Armailhac 89-92
Dauzac 89-92
Grand Mayne 89-92
Serre 89-92
Bellegrave 89-91
Camensac 89-91
Croizet Bages 89-91
Goulee 89-91
Lafleur Gazin 89-91
Lalande Borie 89-91
Moulin Haut Laroque 89-91
Vieux Chateau Palon 89-91
Villars 89-91
Subskription 2011 Bewertungen
Ch. Trotanoy
Clos Fourtet Primeur 2011
Clos Fourtet in der Abenddämmerung, Kellermeister Tony Balu hat
2011 erneut einen der besten Weine der Appellation ins Fass gebracht…
Ch. Kirwan
Ch. Dassault
Grand Cru Classe St.-Emilion Verkostung Primeur 2011 auf dem
Neu sanierten Gut St.-Emilion (zumindest auf der repraesentativen Vorderseite)…
Erste Primeurmiszellen
Wie in jedem Jahr waren die Eindrücke während der Primeurwoche in Bordeaux so überwältigend, dass es eines Moments der Ruhe bedarf, die Erlebnisse so zu ordnen, dass ein sinnvolles Ganzes daraus wird.
Seitdem quasi jeder Verkoster ein Herrscher über die Echtzeit ist, weil die Technik Informationen demokratisiert, gibt es deutliche Tendenzen der vorauseilenden Urteilsüberflutung.
Es wäre jedenfalls verwunderlich, wenn es sich beim Jahrgang 2011 um ein Pomerol-Jahr handeln sollte, weil doch gerade hier die dominante Rebsorte Merlot ist und die aktuelle Ernte nach dem Urteil keines Geringeren als von Château Petrus „definitely not a merlot year“ ist. So viel Chuzpe kann sich nur der erlauben, der seine Schwächen nicht zu verbergen sucht, sondern sie gerade im Sinne des eigenen Anspruchs an die Wahrhaftigkeit publik macht.
Der Primeurjahrgang 2011 ist aber in der Spitze wesentlich besser, als man nach den inauguralen Prognosen hätte erwarten dürfen. Sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite reicht das Spektrum meiner Benotung in den Bereich, bei dem man von 100 zwei abzieht.
Die Kernbegriffe, nach denen man den Jahrgang verorten sollte, sind Reife, Selektion, Extraktion und Assemblage. Wir reden weniger über ein Jahr der großen Terroirs als in den letzten drei Jahren, sehr wohl aber über eines des Fleißes, der Beobachtung und des Maßes. 2011 ist im besten Sinne ein leiser Jahrgang, im Gebrüll der Superernten 2009 und 2010 wird er vor allem diejenigen erreichen, für die nicht nur Kraft und Fruchtüberfluss Bordeaux ausmacht, sondern eben auch Frische, Klarheit, Ausgewogenheit und Finesse.
Die Kraftmeier haben meist enttäuscht, weil sie es eben auch in diesem Jahr nicht lassen konnten, quasi noch etwas mehr aus der Potenz herauszupressen. Diejenigen aber, die sich auf das Spiel der freischwebenden Eleganz eingelassen haben, haben Cuvées von animierendem Esprit, der den Bordeaux-Stil aus den Zeiten vor der Klimaerwärmung in höchster Konsequenz repräsentiert, im Werden.
Die Nase vorn haben für mich Pauillac und Saint-Julien, was man in dem Sinne bedauern mag, als es dort ohnehin wenig Wein zu bürgerlichen Preisen gibt. So disparat wie der Jahrgang insgesamt sich präsentiert, so heterogen sind die Verkostungserlebnisse insbesondere in Pessac-Léognan gewesen. Adstringierende Gaumenverkleber gab es dort ebenso zu spucken wie himmlisch-seidigen Charme im Gewand aromatischer Distinktion.
In Saint-Estèphe ist es Calon Segur gelungen, sich vor Montrose zu schieben, in Margaux gibt es einen genuin konsequenten Palmer, der viel Akklamation verdient.
So wie man das eigentlich jedes Jahr formulieren müsste, gibt es in Saint-Emilion alles von „überaus enttäuschend“ bis „ziemlich genial“. Generell lässt sich formulieren, dass Weine mit höherem Cabernet-Franc-Anteil in diesem Jahr eher vorzuziehen sind.
Das, was über den Erfolg des Jahrgangs entscheiden wird, sind die Preise. Nach den Höhenflügen gehypter Jahrhundertjahrgänge geht es nun darum, eine gut fundierte Preisbasis zu finden, die den Qualitäten ebenso gerecht wird wie dem Wesen der Vorfinanzierung. Geredet wurde in Bordeaux darüber viel, aber immer nur von denen, die nicht wissen können, was wirklich passiert.
Niemand sollte erwarten, dass wir das 2008er-Preisniveau wieder sehen werden. Deutliche Abschläge vom 2009er Niveau darf man aber voraussetzen, sonst wird das Interesse des Marktes nicht ausreichen, um eine erfolgreiche Kampagne zu erleben. Es wird Einzelfälle geben, nämlich dort, wo die Qualitäten in den letzten Jahren so dramatisch zugenommen haben, bei denen eine Neukalibrierung des Preises angemessen ist.
Von der Riege der bürgerlichen Gewächse und ihren Pairs darf man keine große Reduktion erwarten, schließlich sind die Preise hier seit Jahren ziemlich stabil.
So wie sowohl im Weinberg als auch an den Sortiertischen bei der Ernte Selektion der Schlüssel zum Erfolg war, so werden wir in unserer Primeurofferte 2011 eine sehr strenge Auswahl treffen. Nur die Weine, die uns voll zu überzeugen vermochten, werden den Weg in unser Angebot nehmen. Und dort auch nur diejenigen davon, bei denen der Preis vertretbar ist.
So wie es regelmäßig Stimmen gibt, die eigentlich immer vor der Subskription warnen, so möchte ich einen Großteil der professionellen Verkoster als Trendverstärker bezeichnen. Das hat dazu geführt, dass 2008 unterschätzt, 2009 manchmal überschätzt und 2010 wieder meist unterschätzt wurde. Während der letzten Woche habe ich von nicht wenigen Verkostern, die vor ziemlich genau einem Jahr 2010 als deutlich inferior 2009 gegenüber klassifiziert hatten, die Einschätzung vernommen, die nachverkosteten 2010er hätten sich doch wesentlich besser entwickelt, als dies damals zu prognostizieren gewesen wäre.
Im Konzert der wirklich großen Jahrgänge wird dauerhaft sicher kein Platz für 2011 sein. Wohl aber wird er für all diejenigen, die mit dem Kauf vermeintlich günstiger Jahrgänge wie 2001, 2002 und 2004 liebäugeln, die bessere Alternative sein. Der ökonomische Erfolg der letzten Jahre hat viele Châteaux in die einzigartige Lage versetzt, luxuriös penibel zu sein. Die guten Weine sind von einer erbsenzählerischen Reinheit, die 2011 avantgardistisch sein werden lässt.
Und wer verstehen will, warum man auf Château Latour nun mit dem Biodynamischen liebäugelt, der sollte dorthin schauen, wo der Mythos Technik Konkurrenz erfahren hat von äpfellegendem Getier.
Fortsetzung folgt en Detail.
Ch. Margaux 2011
Ch. Petrus 2011
Hier gab es nicht nur den Wein zu probieren, sondern auch noch
obendrein den Satz der Primeurwoche 2011 zu hören:
Ch. Pichon Comtesse “von innen”
“Intime Einblicke” ins “innere von Ch. Pichon Comtesse”….







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