Bordeaux Subskription 2017

oder

Fallstudie von der Transformation eines Kritikermarktes in einen solchen der Testimonials

Die Bordeaux Subskription durchläuft von den Grundbedingungen ihres Seins her betrachtet eine substantielle Veränderung, die man in wenigen Worten als „Adieu Vorfinanzierung Hallo Anbietermarkt“ bezeichnen kann. Einschränkend muss man hinzufügen, dass dies globale Gültigkeit beansprucht und sich nur auf die Weine bezieht, die überhaupt noch ernsthaft in Subskription gehandelt werden.

Über lange Jahre war die Subskription finanzmathematisch eingebettet in eine Zinskurvenlandschaft, bei der der Kreditor eines Zinses sicher sein konnte und er keine Sanktionierung seiner „Habenfunktion“ befürchtetn musste. In einem Umfeld, in dem die Identität zwischen Zinskurven und ihren Ableitungen, den Forwards, nicht gedacht wurde, war das Wesen der Subskription auch bestimmt von Gedanken über Opportunitäten.

In Zeiten, in denen Zinskurven, als topographisches Profil gedacht, schon wissen lassen, wer übermorgen zu Besuch kommt, entschwindet der Zeitpunkt als Bestimmungsgröße zur Erheischung von Opportunität in die Indifferenz.

Ob sich die Veränderungen in der grundsätzlichen Ausgangslage der Subskriptions-Marktteilnehmer (Erzeuger/Negociant/Händler/Kunde) auch zum Teil daraus erklären lassen, dass der Zins heutzutage eines Vorzeichens bedarf, oder eher aus den markant in Bewegung geratenen Eigentümerstrukturen, sei dahingestellt.

Im Grunde ist das Subskriptionsgeschäft in den letzten 35 Jahren auch dadurch geprägt worden, dass immer neue Märkte für die Weine von der Gironde erschlossen werden konnten – und gerade bei überdurchschnittlichen Jahrgängen ex-post-Subskription dadurch ein Nachfragesog die Preise nach oben zog, so dass es fast schon ein „no-brainer“ war, bestimmte Weine en primeur zu erwerben und bei der Arrivage gewinnbringend zu verkaufen.

Man darf vermuten, dass unmittelbarer Liquiditätsbedarf bei den Erzeugern (in der Abwägung alternativer Kosten durch Bankenfinanzierung zu damals üblichen Zinsen) zur Tolerierung eines ausgeprägten Arbitragemarktes führte.

Heute bestimmt nicht mehr der Markt das Angebot, sondern die Erzeuger. Während es früher üblich war, so viel Wein wie möglich zu produzieren, dürfte besonders der Blick nach Burgund, wo die Knappheit des Gutes „Burgunder“ eine beispiellose Hausse der Preise selbst bei Weinen erfahren hat, von denen man eigentlich annehmen müsste, ihre ausserordentlich punktuelle Existenz verhindere per se die Genese eines Marktgeschehens, mit dazu beigetragen haben, die Marke durch Mengenentzug zu stärken.

Der Siegeszug der Subskription im Bewusstsein des ambitionierten Bordeauxsammlers hat auch mit der Urteilssicherheit und der im Rahmen der eigenen Verkostungen verifizierbaren Tauglichkeit der Verkostungsergebnisse von Robert Parker (im deutschen Sprachraum auch abgeschwächt Rene Gabriel) zu tun.

Mit der Souveränität des Doyens und der Unerschütterlichkeit des Standfesten ließ Parker alle auf sich warten, und erst wenn seine Benotungen veröffentlicht waren, kam das Marktgeschehen in Gang.

Heute überschlagen sich die Verkoster um die „early birds“ Suckling und Quarin mit der Veröffentlichung von Jahrgangsberichten und Verkostungslisten – ohne dass es einen Markt gäbe, der darauf wartete. Nun reden so viele durcheinander, man muss sich als interessierter Laie mit so vielen Meinungen auseinandersetzen, dass mit jedem neuen Kritiker das Maß an Unsicherheit zunimmt. Im Grunde ist es eine Frage der für den jeweiligen Subskriptionsinteressierten zur Verfügung stehenden Zeit – und damit quasi indifferent, ob man alle Einzelkommentare von Neal Martin, Bettane&Desseauve, Jane Anson, James Molesworth, Tim Atkin, Lisa Perrotti-Brown, Antonio Galloni, James Suckling, Jean-Marc Quarin, Jeff Leve, Yves Beck, Andre Kunz, Jeb Dunnuck et al. einzeln studiert, oder einfach den „global wine score“ als Entscheidungshilfe zu Rate zieht.

Dieses Weichspülen von pointierungsfähigen singulären Wahrnehmungen zu einem Konsensvehikel bedeutet nach meiner Einschätzung das vorläufige Ende von marktbestimmender Einzelkritik und läutet eine Zeit ein, in der der zu beurteilende Gegenstand selbst als Testimonial die Nachfrage bestimmt.

Nicht umsonst hat gerade Sebastien Bras seine drei Michelinsterne zurückgegeben, ohne die sein Vater Michel sicherlich nicht in die Lage gekommen wäre, sie überhaupt für entbehrungsfähig zu halten.

Braucht es einen Musikkritiker für das Wissen um die Virtuosität von Martha Argerich? Nein, man muss sie nur einmal gehört haben. Man wird sie dann gerne wieder hören wollen, wenn man klassiche Musik im Allgemeinen mag und ein klein wenig vom Zuhören versteht.

Braucht es einen Kritiker, um herauszufinden, dass Chateau Latour einen ausserordentlichen Pauillac erzeugt?

Das letzte Tüpfelchen auf dem „i“ der „Testimonialisierung“ ist die erweiterte Selektion bei den großen Terroirs in Bordeaux. Wenn es neben dem Montrose und der Dame de Montrose noch den Saint Estephe de Montrose und damit eine vierte (namenlose) Auswahl gibt, dann darf man in qualitativer Hinsicht das Schwinden von Jahrgangsunterschieden annehmen. Gab es früher von einem großen Jahrgang Montrose viel Wein, dann gab es von einem weniger spektakulären möglicherweise genausoviel. Heute wird die Selektion so auf die Spitze getrieben, dass das, was als „Montrose“ in die Flasche gelangt, die Garantie in sich trägt, dass nur das, was eines Montrose würdig ist, auch als solcher verkauft wird. Es ist im Zweifel dann nur noch ein Bruchteil der Menge, die dort früher üblich war –  und ganz nebenbei: in ertragsschwachen Jahren entsprechend noch weniger.

A_Subs17DSC_2610Fortan: bei den Testimonials auf der Hut sein – Foto © Matthias Hilse

Braucht es dazu noch einen Kritiker, der das Leistungsversprechen des Erzeugers verstärkt? Es wäre da wieder Platz für einen, der selbst eine solche Marke ist, dass er die Marke „Montrose“ in Resonanz schwingen könnte. Ein Rudel ist dafür aber unbrauchbar.

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Bordeaux Subskription 2017

Der Bordeaux Jahrgang 2017 überragt in der Spitze seiner beeindruckenden Erscheinung das Maß an Qualität, was ihm aufgrund seiner Eigenschaft als „7-er“ per se zugestanden wird, um Längen. Gleichwohl wird er nur dann angemessen aus dem Schatten seiner großen Vorgänger 2015 und 2016 heraustreten können, wenn die Preise für den Subskriptionskäufer die Phantasie gebären, opportun im Sinne einer markantilen Opportunität zu handeln.

Wenn man das im publizistischen Vorlauf zu den Primeurverkostungen besonders akzentuierte Thema Frost auf den nüchternen Tatbestand einer im Schnitt um ein Drittel geschrumpften Erntemenge reduziert, wird jedoch die Sportlichkeit der Annahme, eine Preisreduzierung sei den Erzeugern doch leicht zuzumuten, deutlich.

Während der Proben haben es die meisten Weingüter vermieden, den Jahrgang 2017 als „klassisch“ einzustufen, und es vorgezogen, von einem „academic vintage“ zu sprechen.

Bevor eine spätere Analyse sich etwas intensiver mit dem Witterungsverlauf und den Adversitäten, mit denen die Winzer zu kämpfen hatten, beschäftigen wird, soll für den Anfang die reine Auflistung meiner Bewertungen Ihnen einen Eindruck vermitteln, wie es in den einzelnen Appellationen „ausging“. Anders als in den letzten Jahren möchte ich den Subskriptionsindex, der die Sinnhaftigkeit einer Subskription numerisch dingfest macht, erst nach Bekanntgabe der Preise hinzufügen. Eine Ausnahme bilden die Weine, bei denen ich auch ohne Ansehung eines konkreten Preisgefüges von einem „must subscribe“ ausgehe:

CHB17

Wein MH Appellation SUBS-Index
Pavillon Blanc 96-98 Bordeaux 20
Croix Mouton 88-90 Bordeaux Superieur
Gaby 90-92+ Canon Fronsac
Vrai Canon Bouche 90-92 Canon Fronsac
Roc de Cambes 94-95 Cotes de Bourg 20
Domaine de Cambes 92-94 Cotes de Bourg
Epicurea de Martinat 91-92 Cotes de Bourg
Fougas Maldoror 90-91 Cotes de Bourg
Clos Louie 93-94 Cotes de Castillon 20
Clos Puy Arnaud 92-93 Cotes de Castillon
Domaine de l’Aurage 92-93 Cotes de Castillon
Clos Les Lunelles 91-93 Cotes de Castillon
Montlandrie 90-92 Cotes de Castillon
Cap de Faugeres 89-90 Cotes de Castillon
Haut Carles 91-93 Fronsac
La Vieille Cure 91-93 Fronsac
Moulin Haut Laroque 91-93 Fronsac
Dalem 90-93 Fronsac
Villars 90-92 Fronsac
Trois Croix 89-91 Fronsac
Dauphine 88-90 Fronsac
Rousselle 88-90 Fronsac
Lagune 92-93+ Haut Medoc
Cantemerle 92-93 Haut Medoc
Citran 91-92+ Haut Medoc
Belgrave 91-92 Haut Medoc
Charmail 91-92 Haut Medoc
Paloumey 91-92 Haut Medoc
Tour Carnet 91-92 Haut Medoc
Lamarque 90-93 Haut Medoc
Belle Vue 90-92 Haut Medoc
Cambon La Pelouse 90-92 Haut Medoc
Lanessan 90-92 Haut Medoc
Malescasse 90-92 Haut Medoc
Mille Roses 90-92 Haut Medoc
Haut Madrac 89-90 Haut Medoc
Cruzelles 90-92 Lalande de Pomerol
Chenade 89-91 Lalande de Pomerol
Margaux 97-98 Margaux 20
Palmer 97-98 Margaux 20
Rauzan Segla 95-97 Margaux
Brane Cantenac 95-96 Margaux
Issan 93-96 Margaux
Kirwan 93-95 Margaux
Alter Ego 93-94 Margaux 20
Malescot St. Exupery 93-94 Margaux
Cantenac Brown 92-94 Margaux
Ferriere 92-94 Margaux
Lascombes 92-94 Margaux
Marquis d’Alesme 92-94 Margaux
Pavillon Rouge 92-94 Margaux
Boyd Cantenac 92-93 Margaux
Durfort Vivens 92-93 Margaux
Labegorce 92-93 Margaux
du Tertre 91-93 Margaux
Pouget 91-93 Margaux
Dauzac 91-92 Margaux
Giscours 90-93 Margaux
Monbrison 90-93 Margaux
Marquis de Terme 90-92 Margaux
Clos Manou 91-92 Medoc
Goulee 89-90 Medoc
Potensac 88-90 Medoc
Chapelle de Potensac 85-97 Medoc
Vieux Chateau Palon 89-91 Montagne Saint Emilion
Poujeaux 91-93 Moulis
Maucaillou 90-92 Moulis
Lafite Rothschild 96-98 Pauillac
Pontet Canet 96-98 Pauillac 20
Mouton Rothschild 95-97 Pauillac
Pichon Comtesse 95-96+ Pauillac
Lynch Bages 94-95 Pauillac
Pichon Baron 93-95 Pauillac
Batailley 93-94 Pauillac
Carruades de Lafite 93-94 Pauillac
Clerc Milon 93-94 Pauillac
Duhart Milon 92-94 Pauillac
Grand Puy Lacaste 92-94 Pauillac
Petit Mouton 92-94 Pauillac
Haut Batailley 92-93 Pauillac
Pedesclaux 92-93 Pauillac
Armailhac 91-93 Pauillac
Haut Bages Liberal 91-93 Pauillac
Lynch Moussas 91-93 Pauillac
Bellegrave 91-92 Pauillac
Grand Puy Ducasse 91-92 Pauillac
Haut Bages Monpelou 91-92 Pauillac
Lions de Batailley 90-92 Pauillac
Reserve de la Comtesse 90-92 Pauillac
Carmes Haut Brion 95-98 Pessac Leognan 20
Haut Bailly 95-97 Pessac Leognan
Pape Clement 95-97 Pessac Leognan
Domaine de Chevalier 94-97 Pessac Leognan
Malartic Lagraviere 94-95+ Pessac Leognan
Smith Haut Lafitte 94-95 Pessac Leognan
Carbonnieux 91-93 Pessac Leognan
Larrivet Haut Brion 91-93 Pessac Leognan
C de Carmes Haut Brion 90-93 Pessac Leognan
Luchey Halde 90-93 Pessac Leognan
Olivier 90-93 Pessac Leognan
Parde de Haut Bailly 90-93 Pessac Leognan
Latour Martillac 90-92 Pessac Leognan
Le Pape 90-91 Pessac Leognan
Lafleur 97-98 Pomerol
Lafleur Petrus 96-98 Pomerol
Trotanoy 96-98 Pomerol
Vieux Chateau Certan 96-98 Pomerol
Evangile 95-97 Pomerol
La Conseillante 95-97 Pomerol
La Violette 95-97 Pomerol 20
Certan de May 94-96 Pomerol
Eglise Clinet 94-96 Pomerol
Gazin 94-96 Pomerol
Hosanna 94-96 Pomerol
Nenin 94-96 Pomerol
Clinet 93-95 Pomerol
Latour a Pomerol 93-95 Pomerol
Le Gay 93-95 Pomerol
Fleur de Gay 92-95 Pomerol
Bourgneuf 92-94 Pomerol
Clos L’Eglise 92-94 Pomerol
Feytit Clinet 92-94 Pomerol
Maillet 92-94 Pomerol
Rouget 92-94 Pomerol
Saint Pierre Pomerol 92-94 Pomerol
Vrai Croix de Gay 92-94 Pomerol
Beauregard 92-93 Pomerol
La Grave 92-93 Pomerol
Pensees de Lafleur 92-93 Pomerol 20
Petite Eglise 92-93 Pomerol
Bon Pasteur 91-94 Pomerol
Clos du Clocher 91-93 Pomerol
Croix du Casse 91-93 Pomerol
Croix St. Georges 91-93 Pomerol
Vieux Maillet 91-93 Pomerol
Hospitalet de Gazin 91-92+ Pomerol
Plince 91-92 Pomerol
Domaine de l’Eglise 90-93 Pomerol
Lafleur Gazin 90-92 Pomerol
Mazeyres 89-91 Pomerol
La Mauriane 91-93 Puissegeuin St. Emilion
Ausone 98-99 Saint Emilion 20
Cheval Blanc 97-98 Saint Emilion
Angelus 96-98 Saint Emilion
Beausejour Duffau 96-98 Saint Emilion 20
Belair Monange 96-98 Saint Emilion 20
Canon 96-98 Saint Emilion 20
Figeac 96-98 Saint Emilion 20
Pavie 96-98 Saint Emilion
Tertre Roteboeuf 96-98 Saint Emilion 20
Clos Fourtet 95-97+ Saint Emilion
Troplong Mondotte 95-97 Saint Emilion
Chapelle d’Ausone 95-96 Saint Emilion 20
Bellevue Mondotte 94-96+ Saint Emilion
Clos Saint Martin 94-96 Saint Emilion
Gracia 94-96 Saint Emilion
Pavie Decesse 94-96 Saint Emilion
Trotte Vieille 94-96 Saint Emilion
Valandraud 94-96 Saint Emilion
Fleur Morange 93-95 Saint Emilion
Larcis Ducasse 93-95 Saint Emilion
Mondotte 93-95 Saint Emilion
Clos St. Julien 93-94 Saint Emilion
Lafon La Tuilerie 93-94 Saint Emilion
Pavie Macquin 93-94 Saint Emilion
Peby Faugeres 92-95 Saint Emilion
Petit Cheval 92-94+ Saint Emilion
Aromes de Pavie 92-94 Saint Emilion
Clos de Sarpe 92-94 Saint Emilion
Clos Dubreuil 92-94 Saint Emilion
Gaffeliere 92-94 Saint Emilion
Grand Mayne 92-94 Saint Emilion
Pressac 92-94 Saint Emilion
Quinault L’Enclos 92-94 Saint Emilion
Tour Saint Christophe 92-94 Saint Emilion
La Voute 92-94 Saint Emilion
Clos La Madeleine 92-93 Saint Emilion
Croix de Labrie 92-93 Saint Emilion
Fonroque 92-93 Saint Emilion
St. Georges Cote Pavie 92-93 Saint Emilion
Bellefont Belcier 91-94 Saint Emilion
Bellevue 91-93 Saint Emilion
Berliquet 91-93 Saint Emilion
Cantenac 91-93 Saint Emilion
Carillon d’Angelus 91-93 Saint Emilion
Destieux 91-93 Saint Emilion
Faugeres 91-93 Saint Emilion
Godeau 91-93 Saint Emilion
La Clotte 91-93 Saint Emilion
Monbousquet 91-93 Saint Emilion
Pierre 1er 91-93 Saint Emilion
Villemaurine 91-93 Saint Emilion
Haut Brisson 91-92 Saint Emilion
La Serre 90-93 Saint Emilion
Moulin Saint Georges 90-92 Saint Emilion
Saintayme 90-92 Saint Emilion
Montrose 96-99 Saint Estephe
Calon Segur 93-96 Saint Estephe 20
Cos d’Estournel 93-95 Saint Estephe
Dame de Montrose 92-95 Saint Estephe
Tronquoy Lalande 92-94 Saint Estephe
Meyney 92-93+ Saint Estephe
Phelan Segur 92-93+ Saint Estephe
Lafon Rochet 92-93 Saint Estephe
Pagodes de Cos 92-93 Saint Estephe
Haut Marbuzet 91-93 Saint Estephe
Lilian Ladouys 91-93 Saint Estephe
Marquis de Calon 91-93 Saint Estephe
Capbern 91-92+ Saint Estephe
Beau Site 90-92 Saint Estephe
Petit Bocq 90-92 Saint Estephe
Serilhan 90-92 Saint Estephe
Leoville las Cases 95-97 Saint Julien
Beychevelle 94-97 Saint Julien
Ducru Beaucaillou 94-96 Saint Julien
Gruaud Larose 94-96 Saint Julien
Leoville Barton 94-96 Saint Julien
Leoville Poyferre 94-95 Saint Julien
Talbot 93-95 Saint Julien
Branaire Ducru 92-94 Saint Julien
Lagrange 92-94 Saint Julien
Clos du Marquis 92-93+ Saint Julien
Saint Pierre 92-93 Saint Julien
Croix de Ducru Beaucaillou 91-93 Saint Julien
Gloria 91-93 Saint Julien
Langoa Barton 91-93 Saint Julien
Petit Lion 91-93 Saint Julien
Glana 91-92 Saint Julien
Lalande Borie 90-92 Saint Julien
Petite Marquise 90-92 Saint Julien
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Aufstieg und Fall des Wine Advocate oder: vom Verlust der Perfektion

Als einst Könige starben, konnte man sicher sein, dass die Nährquelle ihrer Funktion Sie weiterleben lassen würde (..“der König ist tot, lang lebe der König“…). Das war zu Zeiten, als noch keine „community“ sich berufen fühlen durfte, den Hegemon zu obsoleszieren.

Wenn nun Neal Martin, dem vor ein paar Ernten angetragen wurde, das Parker’sche Erbe zu wahren, die Position auf der Bordeauxbrücke im stürmischen Ozean der Unübersichtlichkeit verläßt, um als „senior editor“ beim Wine Advocate der Jetztzeit, Vinous, anzuheuern, dann können die Michelinreifen vielleicht helfen, das Zweitschlimmste zu verhindern; was aber die geballte Versammlung der ehemaligen WA-Granden beim neuen Arbeitgeber kaum wird retten können, ist die Reanimation der in Potenz camouflierten Fantasie zur Perfektion.

Denn um etwas Großes zu erreichen, braucht es Mut. Mutig war es weiland von Robert Parker, den „metrischen natives„, im alten Europa vorzuführen, wie mit der Adjustierung der Grammatik und der Verwerfung von Symbolen (Bewertung mit max. ****), die zwingend unklar sind, sensorische Erlebnisse auf das maximal Mögliche, die Perfektion, intentionalisiert werden können.

Man mag Parker vorwerfen, es gegen Ende seiner aktiven Laufbahn mit den 100-Punkten etwas übertrieben zu haben. Er hat aber immerhin das Beste möglich scheinen lassen.

Die namhaftesten Verkoster können das Defizit, im Sturzregen niederprasselnder sozialmedialer Ubiquität selbst nur ein paar Tropfen zu sein, auch in der Teambildung kaum ausgleichen. Denn jedem einzelnen von ihnen fehlt es am Mut, Perfektion dort zu konstatieren, wo sie offensichtlich ist.

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Es bleibt abzuwarten, ob die jünsten Personalien die Fragmentierung in der Weinkritik aufhalten können. Auf jeden Fall ist der engagierte „amateur du vin“ gut beraten, zur Calibrierung seines Geschmacks Ausschau zu halten nach unabhängigen Experten, die eine Fassprobe mit Worten so visualisieren können, dass das Zuwarten auf den Genusshorizont zu einem Kaleidoskop vorausschauender Begierde und Sehnsucht wird.

Mir jedenfalls scheint, die Alternative zur individuellen Bewertung, wie sie in der Aggregierung der Einzelergebnisse zum „global wine score“ en vogue ist, lastet dem unkommentierten Zahlendurchschnitt eine Fantasie an, die er per se nicht zu entfachen in der Lage sein kann.

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Chateau Pontet Canet 2016 – ein Apologie

Es vergeht kaum ein Jahr, in dem die Pontet-Canet-Macher um Alfred Tesseron nicht für besonderes Aufsehen sorgen. Einmal lancieren sie ihren Primeurpreis vor den Primeurproben, ein andermal setzen sie mit einer zweiten Tranche ein i-Tüpfelchen, dann wieder setzen sie einen als unverschämt empfundenen Preis fest. Wenn die Welle der Empörung jeweils so groß sein kann, hängt dies offensichtlich daran, dass es viele in ihrem Befinden berührt. Wie kein zweiter Betrieb in Bordeaux ist es Chateau Pontet Canet in den letzten 10 Jahren gelungen, eine ganze Klassifikation, und noch dazu die weltweit wertvollste und prestigeträchtigste, zu desavouieren und die darin begründete Rangordnung gehörig auf den Kopf zu stellen – und nun, mit dem Jahrgang 2016: sogar zu transzendieren. Mehr kann ein Wein nicht sein, als es der Pontet Canet 2016 ist: der Inbegriff von WEINSEIN.

Alfred Tesseron mit Pontet-Canet 2012                                    Foto: © Matthias Hilse

Alfred Tesseron mit Pontet-Canet 2012 Foto: © Matthias Hilse

Man darf vermuten, dass die jeweils Verantwortlichen in den bordelaiser Chateaux durchaus, und mehr noch, als die professionellen Verkoster, die immer nur punktuell Erhellendes erfahren, ein breites Bewusstsein davon haben, was sie sowohl in absoluter vertikaler als auch in relativer horizontaler Vergleichsbetrachtung produziert haben.

Bei Pontet Canet kommt eine ins Gerissene gehende Bauernschläue hinzu, wenn man mit der Veröffentlichung des Preises so lange wartet, bis eine andere, mit dem „Mitgliedsstatus der superzweiten Gruppe“ bestallte Ikone etwa zeitgleich an die Öffentlichkeit geht.

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Natürlich ist ein Preisaufschlag von 44% auf den Vorgängerjahrgang in Zeiten, in denen Zinskurven dem topographischen Querschnitt durch die norddeutsche Tiefebene gleichen, zu hinterfragen.

Der Pontet Canet 2016 jedenfalls, den ich im Glas hatte, ist in seiner epochalen Qualität erhaben über alle Anfeindungen, die ihm entgegenschlagen. Denn einem Wein, der das Beste aus den jeweiligen 100-Parkerpunkten-Jahrgängen 2009 und 2010 in sich vereint, wird man nicht nachsagen wollen, sein Preisnachlass von über 30% gegenüber den Referenzjahrgängen sei keine Opportunität.

Verkostungsnotiz:

Der Pontet Canet 2016 trägt die Botschaft in die Welt, den Druiden um Alfred Tesseron und Jean-Michel Comme sei es gelungen, Potenz und Akt so weit anzunähern, dass derjenige mit Blindheit geschlagen ist, der hier keine Perfektion erkennen mag. Im Sinne de la Fontaine’s „Tous chemins vont à Rome“ invertiert der Protopauillac zugleich die Laufrichtung des Fabelhaften und verortet seinen Ursprung in den heimatlosen Begriffen von zeitloser Schönheit und Erhabenheit. Dem Makel der offenkundigen Terroirinsuffizienz stellt er die Dekonstruktion des Klassischen entgegen.

Mit souveräner Gelassenheit und dem tiefen Vertrauen auf die eigene, reine Seele zelebriert der Pontet Canet ein Gaumenballett von allerhöchster Grazilität, Reinheit, Zartheit und Akrobatik, die ihre atemberaubende (Wechsel-)Spannung aus der Ineinswerdung der vermeintlichen Antipoden Rasse und Milde, Dichte und Transparenz, Opulenz und Linearität erfährt. Der blaubeerige Fruchtfluss ist zugleich ölig-viskos und ungemein frisch, die Gerbstoffdurchwirkung zeigt eine monumentale Signatur der Feinheit, die in dem Spiel tanzender Gaumenwogen immer neue Arpeggien aromatischer Betörung – einem perpetuierenden Echo gleich – zum Klingen bringen. So, als wäre es nichts, eine ganze Tanninwelt auf den Schultern zu tragen, gleitet der in feinste Seide gehüllte polymere Fruchtkorpus in beschwingter Schwerkraftenthebung über die Zunge und setzt Gedenkpunkte stupender Verblüffung. Die Größe dieses Bordeauxwurfs ist reziprok zur Länge seiner Verweildauer in den Katakomben sensorischer Befassung.

Matthias Hilse 100/100 Punkten

Subskriptionsindex 20/20

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Das Pauillac-Herz schlägt hier: Chateau Batailley 2016

Chateau Batailley

Chateau Batailley, 5ème Grand Cru Classé in Pauillac

Das Herz von Pauillac schlägt in 2016 auf Chateau Batailley, denn auch wenn es in dieser Appellation nicht an edlen Weinen mangelt, so berührt der Batailley doch am meisten die Verkosterseele, weil hier Typizität, Reinheit, Rasse und Bezahlbarkeit in einer Weise zusammenkommen, die man eigentlich nur als Glücksfall bezeichnen kann. Wer jetzt große Freude beim Genießen der Jahrgänge 2009 und 2010 empfindet, dem sei angeraten, sich des 2016er Batailley in ausreichender Stückzahl anzunehmen, denn der Konsens der namhaften Verkoster legt eine kontinuierlich hohe Nachfrage hierfür sehr nahe.

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Verkostungsnotiz:

Mit feiner Zurückhaltung, etwas scheu, so als wolle er die große Bühne, auf der aufzutreten er auserchoren wurde, doch lieber meiden, skizziert der Batailley 2016 zunächst einen feinen Schattenwurf von präziser Pauillac-Typizität, ehe er dann, wenn man nur geduldig genug das Glas kreisen lässt, feine Cassisnoten, eine Prise Minze, einen mit feinem Tabakhauch unterlegten Graphitdstrich und eine dezent florale Anmut hervorbringt. Der Gaumenfluss ist von erhabener Feinheit, der Tanninsaum, in dem ein präziser, leicht extraktsüsser, überaus animierender Fruchtkern passgenau eingebettet liegt, ist von Meisterhand coutouriert, das Finale langanhaltend und beeindruckend nachdrücklich. Dieser Batailley wird sich zu einer Sauvignonikone par excellence entwickeln und macht das Chateau zum Aufsteiger des Jahres in Bordeaux!

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Matthias Hilse: 95-97 Punkte

Subskriptionsindex 20/20

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Chateau Montrose 2016 – ein Phantom

Es gab Momente, da musste es schon noch der fernöstlich angesagteste Bordeaux sein, um unerkannt in die Katakomben globaler Nachfrage zu entkommen. Das war quasi eine Flucht erster Klasse – und vielleicht war es den Verantwortlichen der Domaines Lafite Rothschild selbst nicht so ganz geheuer.

Zeiten, die es fertig bringen, solche ehemaligen Duplizitäten wie „positiver Zins“ zu enttautologisieren, bergen das Potential, post-revolutionäre-Faktizität zu schaffen, denn wenn der König nun leblos ist, lebt der König eben nicht weiter. Die ubiquitäre Transparenz des Internets nämlich legitimiert nach Können, kaum noch nach Genealogie.

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Da „Können“ in Fragen sensorischer Rezipienz Geschmackssache ist, hat es eine Weile gebraucht, bis die real verfügbaren Fass- und Flaschenmuster in ihrer Eindringlichkeit den Vollzug der Inversion melden konnten: Denn mit dem Bordeaux Jahrgang 2016 ist eine Wachablösung vollzogen worden, die die Riege der Premier Crus in die Obhut sekundärer Relevanz verlegt.

Wenn nun der monolithische Montrose 2016 DER BORDEAUX ist, der en passant in die Kategorie „wie vom Erdboden verschwunden“ defiliert, dann hat er dies nicht nur seinem einzigartigen Bordeauxsein zu verdanken, sondern vor allem auch der Unentschlossenheit derjenigen, die sein Abtauchen durch beherztes Zugreifen zumindest hätten deutlich erschweren können.

Die Geschichte des Entgleitens des Überbordeaux Montrose 2016 in die Sphäre des Phantoms rührt auch an der Rolle der Negociants. Deren primäres Ausrichten auf eine stabile Bilanzimmanenz ist die Tinte, mit der die Phantasie der Bordeaux-Aficionados den Mythos paraphiert.

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Chateau Cos d’Estournel Subskription 2016

Wenn man sagt, aller Anfang sei schwer, dann kann es kaum verwundern, dass dies auch bei der Bordeaux Subskription so ist – auch ganz ohne Ausflug in die Welt des unbewegten Bewegers. Die Subskription als das einer jeweiligen Ernte hinterherlaufende Ereignis ist dabei per se zwar ein Selbstzünder, wer aber nun nach dem Anfangen im selbstläufigen Beginnen als erster sich dem Wettbewerb stellt, das scheint eine Frage der Taktik zu sein, so etwa, wie man das aus Steher-Rennen noch kennt.

Im Sinne der Inszenierung einer Handlung mit stabilem Spannungsbogen braucht es einen Aussenseiter, der es sich leisten kann, dann, wenn das breite Publikum sich der Sache zuwendet, bereits wieder vergessen zu sein. Folgerichtig hatte für ein paar Jahr Clos Louie den Subskriptionsreigen eröffnet, denn es gibt so wenig von diesem Ausnahmewein, dass zu viel Aufmerksamkeit fast schon schädlich wäre. Wenn nun heuer ein Sauternes das Geschehen eingeläutet hat, sagt dies einiges über den Zustand saccharider Opulenz in Bordeaux.

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Die Weine von Peter Kwok, die die ersten deutlichen Akzente in diesem Jahr gesetzt haben, sind vielen noch nicht vertraut, so dass bisher kaum jemand, der sich nicht etwas tiefer mit Bordeaux befasst, von deren Sagenhaftigkeit berichten kann. Die Zeit für Enclos Tourmaline und auch für Chateau Tour Saint Christophe ist noch nicht reif, so dass es nur konsequent von den Eigentümern war, „ausser Konkurrenz“ zu starten.

Heute nun kam zur Überraschung vieler mit Cos d’Estournel nicht nur einer der großen Weine des Jahres, sondern eben auch ein Supersecond und – nicht ganz unwichtig: ein Saint Estephe – und überdies: zum gleichen Preis wie im Vorjahr.  Nun kann man dieses Ereignis verschieden erzählen, etwa so, dass der Wein im letzten Jahr zu teuer gewesen sei, und es somit etwas zu korrigieren gab. Auch könnte ein Exportüberhang in euroferne Länder und damit das Denken in Währungsparitäten eine Rolle spielen. Sind alle großen Terroirs in der bequemen Lage, keinen Wein wirklich verkaufen zu müssen?

Auf jeden Fall ist ein erstes Ausrufezeichen gesetzt, und selbst wenn ich persönlich vermute, dies öffne für den Übersaintestephe Montrose den Weg, um sich preislich (endlich) an die Spitze der Appellation zu setzen, bleibt somit die Chance gewahrt, dass verschiedentlich an den richtigen Stellen Lehren aus den Preistiraden des Jahrgangs 2010 gezogen wurden.

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Chateau Haut Bailly 2016

„JULIUS KATCHEN – The Complete Decca Recordings“ haben es mir angetan, und die dezente Unschärfe, die diese Aufnahmen begleitet, hat mich spontan zum Versuch inspiriert, dem erhabenen Haut Bailly 2016 nicht durch eine semantische Hommage, sondern durch eine entsprechende Visualisierung nahe zu kommen:

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The Brillance of Unseen Fragrance – © Matthias Hilse

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Bordeaux Subskription 2016 oder vom „Weniger-ist-Mehr-Eldorado“

Der Bordeaux Jahrgang 2016 vereint in seiner Alkoholzurückhaltung und den niedrigen PH-Werten das, was nur in Ausnahmejahren zusammengeht: allgegenwärtige Frische und Opulenz in der Frucht, Klarheit und Kraft, Finesse und Nobilität.

S16KirwanDSC_8257Der neue Keller von Chateau Kirwan, Foto © Matthias Hilse

Auch wenn es schwer zu glauben ist, so setzt der Bordeaux Jahrgang 2016 ein klares Zeichen, dass es nach vermeintlichen „Überjahrgängen“ immer noch präziser und besser gehen kann. Wer nun argumentieren möchte, es gäbe bei der Anzahl der sehr guten Jahre doch ein Angebot, das die Nachfrage deutlich übersteige, verkennt die Verknappung der Erträge der bestens Terroirs durch rigide Selektion einerseits und durch die Neigung der Weingüter, nur noch einen kleinen Teil der Ernte auf den Markt zu schleusen.

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Bewährt: Chateau Batailley, Foto © Matthias Hilse

Auch in 2016 wird es von den großen Chateaux nicht genügend Wein geben, um die Nachfrage ausreichend bedienen zu können, von daher scheint es mir vorgezeichnet, dass der Preis hier seine Marktfunktion auf die unangenehme Art ausüben wird.

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Der neue Keller von Chateau Pichon Comtesse, Foto © Matthias Hilse

Wem es nicht um die Perfektion, sondern und das Bestmögliche in einem bestimmten Budgetumfeld geht, wird im Jahrgang 2016 voll auf seine Kosten kommen. Ein sehr gutes Beispiel dafür ist Chateau Tour Saint Christophe, das seinen Wein gestern zu sehr moderatem Preis lanciert hat.

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Spitzenpomerol, Foto © Matthias Hilse

Im Folgenden finden Sie meine Bewertung des Jahrgangs, und da neben der qualitativen Einschätzung auch alljährlich die Frage diskutiert wird, ob denn die Subskription überhaupt noch einen Sinn macht, finden Sie meinen Subskriptionsindex als Maß für die Sinnhaftigkeit des Primeurkaufs auf den einzelnen Wein bezogen.

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Lichtenklave, Foto © Matthias Hilse

Der Subskriptionsindex umfasst ein Zahlenspektrum von 5 Punkten zwischen 16/20 und 20/20. Weine mit einem Subskriptionsindex von 20/20 werden innerhalb der Subskription entweder ausverkauft sein – oder sie werden, ähnlich, wie dies in 2009 mehrfach passiert ist, im Preis sehr schnell zu steigen anfangen. Weine mit einem Subskriptionsindex unter 16/20 werden nicht aufgeführt, weil hier die Subskription keinen Sinn macht.

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Bordelaiser Lichtvariationen, Foto © Matthias Hilse

Der Index ist an der Qualität ebenso orientiert wie an der Verfügbarkeit, in ihn fließen alle Faktoren ein, die am Ende das Maß der Knappheit bestimmen. Denn über die reine Bewertung hinaus ist es doch auch interessant, eine Richtlinie für das eigene Einkaufsverhalten zu finden: bei welchen Weinen lohnt ein rasches Engagement, wo ist Zuwarten nicht sträflich?

S16BeychevelleDSC_8202 Der neue Keller von Chateau Beychevelle, Foto © Matthias Hilse

Die folgende Auflistung meiner Primeurbewertungen 2016 ist zunächst nach Appellationen aufgeteilt, und innerhalb dieser absteigend nach Punkten sortiert. Die Weine mit * werden wahrscheinlich nicht in Subskription angeboten werden.

Wein Appellation Punkte
Matthias Hilse
Subskriptions-
index
Pin Beausoleil Bordeaux Superieur 91-92 17
De Reignac Bordeaux Superieur 90-92 17
Gree Laroque Bordeaux Superieur 90-91 17
Ad vitam aeternam Bordeaux 90-91 17
Domaine de Courteillac Bordeaux Superieur 88-90 16
Vrai Canon Bouche Canon Fronsac 92-93 18
Gaby Canon Fronsac 90-91 17
Roc de Cambes Côtes de Bourg 95-97 20
Domaine de Cambes Côtes de Bourg 92-94 18
Clos Louie Côtes de Castillon 95-98 20
Mouleyre Côtes de Castillon 92-94 18
Clos Puy Arnaud Côtes de Castillon 92-93+ 18
Domaine de L’Aurage Côtes de Castillon 92-93 18
Domaine de L’A Côtes de Castillon 92-93 17
Laussac Côtes de Castillon 90-92 17
Cap de Faugeres Côtes de Castillon 90-92 17
Aiguilhe Côtes de Castillon 90-91 18
Moulin Haut Laroque Fronsac 92-93 19
Fontenil Fronsac 92-93 18
Veille Cure Fronsac 91-93 18
Haut Carles Fronsac 91-93 18
Dalem Fronsac 91-92+ 18
Trois Croix Fronsac 91+ 18
Villars Fronsac 90-92 19
Rousselle Fronsac 90-92 19
Carlmagnus Fronsac 90-92 18
Dauphine Fronsac 89-90 18
Lagune Haut-Médoc 94-96 19
Sociando Mallet Haut-Médoc 92-94 18
Cantemerle Haut-Médoc 92-94 18
Tour Carnet Haut-Médoc 91-94 18
Citran Haut-Médoc 91-93 18
Camensac Haut-Médoc 91-93 18
Belgrave Haut-Médoc 91-93 18
Senejac Haut-Médoc 91-92 19
Lanessan Haut-Médoc 91-92 19
Bernadotte Haut-Médoc 91-92 18
Charmail Haut-Médoc 90-93 18
Peyrabon Haut-Médoc 90-92 18
Paloumey Haut-Médoc 90-92 18
Mille Roses Haut-Médoc 90-92 18
Devise d’Ardilley Haut-Médoc 90-92 18
Belle Vue Haut-Médoc 90-92 18
Malescasse Haut-Médoc 90-91 17
Agassac Haut-Médoc 90-91 18
Malleret Haut-Médoc 90+ 17
Cambon la Pelouse Haut-Médoc 89-91 17
Aurilhac Haut-Médoc 89-90 17
Fleur de Bouard Lalande-de-Pomerol 92-93 17
Siaurac Lalande-de-Pomerol 91-92 17
Cruzelles Lalande-de-Pomerol 91-92 18
Margaux Margaux 99-100 20
Palmer Margaux 98-100 20
Rauzan Segla Margaux 96-98 20
Brane Cantenac Margaux 96-98 19
Malescot Saint Exupery Margaux 95-98 20
Alter Ego Margaux 95-98 20
Kirwan Margaux 95-97 20
Pavillon Blanc Margaux 94-97 20
Issan Margaux 94-96 18
Giscours Margaux 94-96 19
Cantenac Brown Margaux 94-96 18
Ferriere Margaux 94-95 19
Durfort Vivens Margaux 94-95 17
Tertre Margaux 93-95 19
Rauzan Gassies Margaux 93-95 17
Pavillon Rouge Margaux 93-95 18
Clos du Jaugueyron Margaux 93-95 19
Prieure Lichine Margaux 93-94 17
Marquis de Terme Margaux 93-94 17
Labegorce Margaux 93-94 18
Angludet Margaux 93-94 19
Lascombes Margaux 92-95 17
Marquis d’Alesme Becker Margaux 92-93 17
Desmirail Margaux 92-93 17
Dauzac Margaux 92-93 17
Boyd Cantenac Margaux 92-93 17
Siran Margaux 91-93 17
Monbrison Margaux 91-93 17
Mille Roses Margaux Margaux 91-93 18
Clos Manou Médoc 92-93 19
Potensac Médoc 91-93 18
Goulee Médoc 90+ 17
Vieux Chateau Palon Montagne Saint-Emilion 90-92 18
Branas Grand Poujeaux Moulis 92-93 18
Maucaillou Moulis 90-93 17
Chasse Spleen Moulis 90-92 17
Poujeaux Moulis 90-91 17
Pontet Canet Pauillac 100-100 20
Mouton Pauillac 99-100 20
Pichon Comtesse Pauillac 99-100 20
Latour Pauillac 98-100 *
Lafite Pauillac 97-99 20
Pichon Baron Pauillac 97-99 20
Lynch Bages Pauillac 96-98+ 20
Forts de Latour Pauillac 95-98 *
Batailley Pauillac 95-97 20
Grand Puy Lacoste Pauillac 95-97 19
Duhart Milon Pauillac 94-97 18
Carruades Pauillac 94-95 17
Clerc Milon Pauillac 93-96 18
Armailhac Pauillac 93-94+ 18
Haut Bages Liberal Pauillac 93-94 18
Petit Mouton Pauillac 92-94 17
Croizet Bages Pauillac 92-93 17
Grand Puy Ducasse Pauillac 92-93 17
Lynch Moussas Pauillac 92-93 18
Pedesclaux Pauillac 92-93 17
Bellegrave Pauillac 91-92 17
Fleur Peyrabon Pauillac 91-92 17
Fonbadet Pauillac 91-92 17
Reserve de la Comtesse Pauillac 91-92 17
Haut Brion rot Pessac-Léognan 100-100 20
Mission Haut Brion Pessac-Léognan 100-100 20
Haut Bailly Pessac-Léognan 98-100 20
Carmes Haut Brion Pessac-Léognan 97-100 20
Pape-Clement Pessac-Léognan 97-98+ 19
Smith Haut Lafitte Rot Pessac-Léognan 97-98+ 19
Pape Clement Weiß Pessac-Léognan 95-96 19
Domaine de Chevalier Rot Pessac-Léognan 94-97+ 19
Clarence de Haut Brion Pessac-Léognan 94-96 18
Smith Haut Lafitte Weiß Pessac-Léognan 94-95 18
Chapelle de la Mission Pessac-Léognan 93-95 18
Parde de Haut Bailly Pessac-Léognan 93-94 19
Malartic Lagraviere Rot Pessac-Léognan 92-95 18
Carbonnieux Rot Pessac-Léognan 92-94 17
Seguin Pessac-Léognan 92-93+ 18
Fieuzal rot Pessac-Léognan 92-93 17
Latour Martillac rot Pessac-Léognan 92-93 17
Luchey Halde Pessac-Léognan 92-93 18
Clos Marsalette Pessac-Léognan 91-93 18
Haut Bergey rot Pessac-Léognan 91-93 17
Pape Pessac-Léognan 91-93 18
Pontac Monplaisir Pessac-Léognan 91-93 17
Limbourg Pessac-Léognan 91-92 17
Haut Nouchet Pessac-Léognan 90-91 17
Violette Pomerol 98-99 20
Vieux Chateau Certan Pomerol 97-99 20
Clinet Pomerol 97-99 20
Enclos Tourmaline Pomerol 97-98 20
Evangile Pomerol 97-98 19
Fleur Petrus Pomerol 97-98 20
Gazin Pomerol 97-98 20
Trotanoy Pomerol 97-98 20
Conseillante Pomerol 96-99 19
Feytit Clinet Pomerol 96-98+ 20
Gay Pomerol 96-98+ 20
Eglise Clinet Pomerol 96-98 20
Certan de May Pomerol 95-98 18
Fleur de Gay Pomerol 95-98 18
Hosanna Pomerol 95-97 18
Clos l’Eglise Pomerol 95-96 18
Nenin Pomerol 94-96 18
Domaine de l’Eglise Pomerol 94-95 17
Bon Pasteur Pomerol 93-96 17
Latour a Pomerol Pomerol 93-96 18
Clos du Clocher Pomerol 93-95 19
Croix Saint Georges Pomerol 93-95 17
Petit Village Pomerol 93-95 17
Rouget Pomerol 93-94 17
Croix de Gay Pomerol 92-94 17
Maillet Pomerol 92-94 18
Montviel Pomerol 92-94 18
Petite Eglise Pomerol 92-94 19
Beauregard Pomerol 92-93 17
Bourgneuf Pomerol 92-93 17
Croix du Casse Pomerol 92-93 17
Pointe Pomerol 92-93 18
Grave Pomerol 91-93 17
Manoir de Gay Pomerol 91-93 17
Lafleur Gazin Pomerol 90-92 17
Lagrange Pomerol 90-91 17
Plince Pomerol 90-91 17
Carignan Prima Premieres Cotes de Bordeaux 91-92+ 18
Mauriane Puisseguin Saint-Emilion 92-93 19
Canon Saint Emilion 100-100 20
Cheval Blanc Saint Emilion 100-100 19
Ausone Saint Emilion 99-100 20
Figeac Saint Emilion 99-100 20
Tertre Roteboeuf Saint Emilion 98-100 20
Belair-Monange Saint Emilion 97-99 20
Clos Fourtet Saint Emilion 97-99 19
Pavie Saint Emilion 97-99 18
Trotte Vieille Saint Emilion 97-99 20
Mondotte Saint Emilion 97-98 20
Beausejour Duffau Lagarosse Saint Emilion 97-99 20
Troplong Mondot Saint Emilion 96-99 19
Angelus Saint Emilion 96-98 18
Clos de Sarpe Saint Emilion 96-98 17
Clos Saint Martin Saint Emilion 96-98 18
Gracia Saint Emilion 96-98 19
Larcis Ducasse Saint Emilion 96-98 18
Vieux Chateau Mazerat Saint Emilion 96-98 18
Dome Saint Emilion 96-97 18
Gaffeliere Saint Emilion 96-97 17
Asteries Saint Emilion 95-98 18
Fleur Morange Saint Emilion 95-98 20
Pavie-Macquin Saint Emilion 95-98 19
Canon de Gaffeliere Saint Emilion 95-97 18
Peby Faugeres Saint Emilion 95-97 18
Petit Cheval Saint Emilion 95-97 18
Chapelle d’Ausone Saint Emilion 94-97 20
Lassegue Saint Emilion 94-97 *
Croix de Labrie Saint Emilion 94-96 19
Rochebelle Saint Emilion 94-96 19
Clos Dubreuil Saint Emilion 93-96 19
Tour Figeac Saint Emilion 93-96 *
Clos Saint Julien Saint Emilion 94-95 20
Quintus Saint Emilion 94-95 17
Tour St. Christophe Saint Emilion 94-95 20
Barde Haut Saint Emilion 93-95 18
Fleur Cardinale Saint Emilion 93-95 19
Lucia Saint Emilion 93-95 19
Quinault L’Enclos Saint Emilion 93-95 18
Voute Saint Emilion 93-95 20
Berliquet Saint Emilion 93-94+ 18
Petit Gravet Aine Saint Emilion 93-94+ 20
Clos des Jacobins Saint Emilion 93-94 18
Clos la Magdelaine Saint Emilion 93-94 19
Dominique Saint Emilion 93-94 18
Fonroque Saint Emilion 93-94 18
Lafon la Tuilerie Saint Emilion 93-94 20
Monbousquet Rouge Saint Emilion 93-94 17
Pierre de Lune Saint Emilion 93-94 18
Pressac Saint Emilion 93-94 19
Serre Saint Emilion 93-94 18
Beausejour Becot Saint Emilion 92-95 17
Destieux Saint Emilion 92-95 17
Bellevue Saint Emilion 92-94 17
Clotte Saint Emilion 92-94 17
Confession Saint Emilion 92-94 17
Couspaude Saint Emilion 92-94 17
Croix Canon Saint Emilion 92-94 18
Grand Mayne Saint Emilion 92-94 17
Moulin Saint Georges Saint Emilion 92-94 18
Clos des Prince Saint Emilion 92-93+ 18
Bellefont-Belcier Saint Emilion 92-93 17
Clos de l’Oratoire Saint Emilion 92-93 17
Pierre 1er (vormals Croix Figeac) Saint Emilion 92-93 17
Faugeres Saint Emilion 92-93 17
Grand Corbin Manuel Saint Emilion 92-93 17
Pierre 1er Saint Emilion 92-93 17
Sanctus Saint Emilion 92-93 17
Cantenac Saint Emilion 91-93 18
Croix Cardinale Saint Emilion 91-93 18
Haut Brisson Saint Emilion 91-93 19
Rol Valentin Saint Emilion 91-93 17
Brun Saint Emilion 91-92 18
Fleur Morange Mathilde Saint Emilion 91-92 18
Godeau Saint Emilion 90-92+ 19
Boutisse Saint Emilion 90-91 17
Fonbel Saint Emilion 90-91 17
Montrose Saint-Estèphe 100-100 20
Calon Segur Saint-Estèphe 98-100 20
Cos d’Estournel Saint-Estèphe 98-100 19
Dame de Montrose Saint-Estèphe 93-95 19
Lafon Rochet Saint-Estèphe 93-95 18
Pagodes de Cos Saint-Estèphe 93-95 18
Meyney Saint-Estèphe 93-94+ 19
Phelan Segur Saint-Estèphe 93-94+ 19
Haut Marbuzet Saint-Estèphe 93-94 18
Marquis de Calon Saint-Estèphe 92-95 18
Capbern Gasqueton Saint-Estèphe 92-94 19
Cos Labory Saint-Estèphe 92-94 18
Ormes de Pez Saint-Estèphe 92-94 18
Tronquoy Lalande Saint-Estèphe 92-94 *
Crock Saint-Estèphe 92-93 18
Domeyne Saint-Estèphe 92-93 18
Lilian Ladoys Saint-Estèphe 92-93 18
Serilhan Saint-Estèphe 92-93 18
Tour des Termes Saint-Estèphe 92-93 18
Boscq Saint-Estèphe 91-93 19
Pez Saint-Estèphe 91-93 18
Clauzet Saint-Estèphe 91-92 18
Petit Bocq Saint-Estèphe 90-93 17
Saint Pierre de Corbian Saint Estèphe 90+ 17
Leoville las Cases Saint-Julien 98-100 19
Leoville Poyferre Saint-Julien 96-98+ 20
Ducru Beaucaillou Saint-Julien 96-98 19
Leoville Barton Saint-Julien 96-98 19
Saint Pierre Saint-Julien 96-97 19
Beychevelle Saint-Julien 95-98 19
Gruaud-Larose Saint-Julien 95-98 18
Talbot Saint-Julien 95-97 18
Croix de Beaucaillou Saint-Julien 94-95 18
Branaire Ducru Saint-Julien 93-96 18
Gloria Saint-Julien 93-95 19
Lagrange Saint-Julien 93-95 18
Langoa Barton Saint-Julien 93-94 18
Petit Lion Saint-Julien 92-95 17
Clos du Marquis Saint-Julien 92-94 17
Moulin Riche Saint-Julien 92-93 18
Lalande Borie Saint-Julien 91-92 17
Glana Saint-Julien 90-92+ 18
Petite Marquise Saint-Julien 90-92 17
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Bordeaux 2016 – zurück in die perfekte Zukunft

Bordeaux 2016 – viel mehr wird man später nicht sagen müssen, um in einem Synonym Perfektion zu bezeichnen. Den des Lesens über grandiose Jahrgänge in Bordeaux Müden sei zugeflüstert: auf leiseren Sohlen ist in den letzten 20 Jahren noch keine Genialität in den Hallen der Primeurs gewandelt. Um Sie ein wenig neugierig zu machen, finden Sie hier zunächst ein paar visuelle Eindrücke aus eigener Hand – die Einschätzung des Jahrgangs im Kontext all dessen, was heute noch eine Subskription ausmacht, wird in den nächsten Tagen folgen.

S16DSC_8599Bordeaux 2016: look and listen to the trees

S16ChevalbDSC_8124Chateau Cheval Blanc 2016

S16MargauxDSC_7908Chateau Margaux 2016

S16LatourDSC_8516Chateau Latour 2016

S16LLCDSC_8085Chateau Leoville Las Cases 2016

S16ClosFDSC_8692Clos Fourtet 2016

S16PalmerDSC_7889Chateau Palmer 2016

S16CosDSC_8020Chateau Cos d’Estournel 2016

S16CanonDSC_8708Chateau Canon 2016

S16TVDSC_8167Chateau Trotte Vieille 2016

S16HbaillyDSC_7533Chateau Haut Bailly 2016

S16PontetCDSC_8068Chateau Pontet Canet 2016

S16MontroseDSC_8082Chateau Montrose 2016

S16BaronDSC_8232Chateau Pichon Baron 2016

S16CalonsDSC_8028Chateau Calon Segur 2016

S16HöhlengleichnisDSC_7547Bordeaux 2016 oder vom Höhlengleichnis

S16DucruDSC_7980Chateau Ducru Beaucaillou 2016

S16EnclostDSC_8458Enclos Tourmaline 2016

S16ComtesseDSC_7992Chateau Pichon Comtesse 2016

S16DuffauDSC_8701Chateau Beausejour Duffau 2016

S16VioletteDSC_8388Chateau La Violette 2016 aus dem Keller von Chateau Le Gay

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